Im Dezember 2009 steht die Verlängerung des Mandats für den Bundeswehreinsatz auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestags. Die Bundeswehr behauptet auf ihrer Homepage: "ISAF unterstützt im Auftrag der Vereinten Nationen die afghanische Regierung bei der Wahrung der Menschenrechte, bei der Herstellung und Wahrung der inneren Sicherheit und bei der Auslieferung humanitärer Hilfsgüter sowie der geregelten Rückkehr von Flüchtlingen." Das sieht DIE LINKE anders: In Afghanistan herrscht Krieg. Die NATO will dauerhaft Truppen in Afghanistan stationieren, weil das Land von strategischer Bedeutung gegenüber dem Nahen Osten, Zentralasien, Russland und China ist. Die Bundesregierung sieht in ihrem "Afghanistan-Engagement" auch eine Chance, Deutschland wieder zur Großmacht zu machen. Für die meisten Menschen vor Ort bedeutet der Krieg extreme Armut, Vertreibung und Gefahr für Leib und Leben. Das Bombardement zweier entführter Tanklastzüge, Anfang September 2009 auf Befehl der Bundeswehr durchgeführt von der US-Luftwaffe, machte endgültig klar, dass in Afghanistan ein erbitterter Krieg geführt wird, der wie in diesem Fall immer wieder zu zahlreichen zivilen Opfern führt.